ETF-Sparplan starten: In fünf Schritten zum ersten Sparplan
Ein ETF-Sparplan ist der unspektakulärste Weg, Vermögen aufzubauen — und genau deshalb funktioniert er. Du kaufst automatisch jeden Monat Anteile an einem breit gestreuten Indexfonds, in guten wie in schlechten Monaten, und lässt die Zeit arbeiten. Kein Timing, keine Einzelaktien-Wetten, keine Emotionen. Hier ist der Weg dorthin in fünf Schritten.
Die fünf Schritte
- Kläre Ziel und Horizont. ETF-Sparen ist etwas für Geld, das du zehn Jahre oder länger nicht brauchst. Was früher fällig ist (Auto, Umzug, Notgroschen), gehört aufs Tagesgeld — nicht an die Börse.
- Lege deine Rate fest. Wichtiger als die Höhe ist, dass sie dauerhaft durchhaltbar ist. Lieber 100 € über 20 Jahre als 400 € bis zum ersten Engpass. Die Rate kannst du später jederzeit erhöhen.
- Wähle ein Depot. Achte auf Sparplan-Ausführungsgebühren (idealerweise 0 €), Depotgebühren und die Auswahl sparplanfähiger ETFs.
- Wähle einen breit gestreuten ETF. Für den Kern reicht ein einziger weltweiter Aktien-Index mit tausenden Unternehmen. Achte auf die laufenden Kosten (TER), Fondsgröße und ob der ETF ausschüttet oder thesauriert.
- Automatisieren und in Ruhe lassen. Sparplan einrichten, Ausführungstag wählen, fertig. Die schwerste Aufgabe kommt danach: nichts tun, auch wenn die Kurse fallen.
Was dabei realistisch herauskommt
Aktienmärkte haben weltweit über lange Zeiträume im Schnitt 6 bis 8 % pro Jahr gebracht — mit heftigen Schwankungen dazwischen. Rechne selbst, was deine Rate über deinen Horizont bedeuten würde:
Der stille Renditekiller: Kosten
Ob dein Fonds 0,2 % oder 1,5 % im Jahr kostet, klingt nach Kleinkram — ist es nicht. Bei 200 € monatlich über 25 Jahre und 7 % Bruttorendite frisst der Unterschied knapp 29.000 € Endvermögen. Der Fondskosten-Vergleichsrechner rechnet dir das für beliebige Kombinationen aus, und der Fonds-/ETF-Sparplanrechner zeigt den Kosteneffekt direkt in deinem Sparplan. Steuerlich relevant wird später außerdem die Vorabpauschale — keine Sorge, die ist kleiner als sie klingt.
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Orientierungswerte, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Beispielrechnungen beruhen auf Modellannahmen (Methodik).