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Rentenlücke berechnen — und mit Plan schließen

Von der Spardose-Redaktion · aktualisiert 1. September 2026 · Methodik

Die Rentenlücke ist der Abstand zwischen dem Geld, das du im Ruhestand brauchst, und dem, was die gesetzliche Rente liefert. Fast jeder hat sie — aber kaum jemand kennt seine Zahl. Dabei ist genau diese Zahl der Startpunkt jeder Altersvorsorge: Ohne sie sparst du ins Blaue, mit ihr wird aus dem diffusen Thema „Rente“ eine konkrete Monatsrate.

In drei Schritten zu deiner Zahl

  1. Wunschbudget schätzen. Was brauchst du im Ruhestand monatlich netto? Viele Ausgaben sinken (Pendeln, Altersvorsorge selbst), andere steigen (Gesundheit, Freizeit). Als Startwert taugen 80 % deines heutigen Nettos.
  2. Gesetzliche Rente ablesen. Die jährliche Renteninformation nennt deine Prognose. Zieh gedanklich etwas für Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern ab — die Brutto-Prognose kommt nicht voll bei dir an. Zum Nachrechnen: Rentenpunkte-Rechner und Rentenrechner.
  3. Lücke in eine Sparrate übersetzen. Der Rentenlückenrechner macht aus der Monatslücke den nötigen Kapitalstock — und daraus die Sparrate, die dich bis zum Renteneintritt dorthin bringt.

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, du wünschst dir 2.300 € im Monat und erwartest 1.500 € Rente: Lücke 800 €. Für 25 Ruhestandsjahre bei 3 % Rendite in der Auszahlphase brauchst du dafür rund 167.000 € Kapital. Klingt gewaltig — aber mit 30 Jahren Zeit und 5 % Rendite in der Ansparphase entspricht das nur etwa 200 € Sparrate im Monat. Genau diese Übersetzung von „unerreichbar viel Kapital“ in „machbare Monatsrate“ ist der Punkt der Übung.

Je früher du rechnest, desto billiger wird die Lücke. Zehn Jahre Aufschub verdoppeln die nötige Sparrate ungefähr — die Zeit ist dein größter Hebel, nicht die Rendite.

Womit du die Lücke füllst

Für die meisten ist ein breit gestreutes Depot das Arbeitspferd — ab 2027 kommt mit dem geförderten Altersvorsorgedepot eine staatlich bezuschusste Variante dazu, deren Förderung du direkt durchrechnen kannst. Daneben lohnt der Blick auf bestehende Bausteine: betriebliche Altersvorsorge über den Arbeitgeber, ein vorhandener Riester-Vertrag (Zulagen prüfen!) oder eine private Rentenversicherung. Wichtig ist weniger das perfekte Produkt als der frühe, automatisierte Start — und ein jährlicher Check, ob Lücke und Sparrate noch zusammenpassen.

Orientierungswerte, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Beispielrechnungen beruhen auf Modellannahmen (Methodik).