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Tagesgeld vs. Festgeld: Wohin mit der Rücklage?

Von der Spardose-Redaktion · aktualisiert 2. September 2026 · Methodik

Der Notgroschen steht, auf dem Konto sammelt sich mehr an, als du kurzfristig brauchst — und jetzt? Für Geld, das sicher bleiben soll, gibt es genau zwei seriöse Parkplätze: Tagesgeld und Festgeld. Beide sind verzinst, beide fallen unter die Einlagensicherung, und trotzdem sind sie für völlig verschiedene Jobs gebaut.

Der Unterschied in einem Satz

Tagesgeld ist täglich verfügbar, der Zins ist variabel — die Bank kann ihn jederzeit ändern. Festgeld bindet dein Geld für eine feste Laufzeit (üblich: 6 Monate bis 5 Jahre) und garantiert dafür den Zins über die gesamte Zeit — vorzeitig herankommen ist die Ausnahme, nicht die Regel.

Was zahlt der Markt gerade?

Beim Tagesgeld musst du zwei Zinsen auseinanderhalten: den Lockzins für Neukunden (aktuell teils über 3 %, aber auf wenige Monate befristet) und den Bestandszins danach — der liegt je nach Bank irgendwo zwischen mager und ordentlich. Genau deshalb sortiert unser Tagesgeld-Vergleich nicht nach dem Lockzins, sondern nach dem, was nach zwölf Monaten übrig bleibt. Beim Festgeld gibt es dieses Spiel nicht: Ein Zins, eine Laufzeit, keine Überraschung — dafür auch kein Nachbessern, wenn die Zinsen steigen.

Wann was?

Tagesgeld kauft Flexibilität, Festgeld kauft Planbarkeit. Die Frage ist nie, was „besser“ ist — sondern welchen Job dein Geld gerade hat.

Die Zinstreppe: Festgeld ohne Klumpen

Wer einen größeren Betrag festlegen will, ohne alles auf eine Laufzeit zu setzen, baut eine Treppe: den Betrag dritteln und für 1, 2 und 3 Jahre anlegen. Jedes Jahr wird eine Stufe frei — du kannst zum dann aktuellen Zins neu anlegen oder das Geld nutzen. Das glättet das Zinsänderungsrisiko in beide Richtungen und hält jährlich Liquidität frei.

Worauf du bei beiden achten solltest

Orientierungswerte, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Beispielrechnungen beruhen auf Modellannahmen (Methodik).